Google bringt mit Wave eine zentrale Kommunikationsplattform ins Online-Spiel. Sie verknüpft E-Mail, Instant-Messaging, Chat, Fotos, Videos, Karten und Dokumente. Die Teilnehmer werden eingeladen und können sich an einer „Wave“ – einem Thema unter Nutzung der verschiedenen Medien beteiligen. Neueinträge und Änderungen werden fast sofort übertragen. So gestattet Wave z.B. parallele Textbearbeitung – der Bildschirm zeigt sofort an, was die Teilnehmer in ein Dokument einfügen. Auch die Chronik der Diskussion lässt sich nachverfolgen. Bisherige Waves sind in der „Inbox“ abgelegt.
Über APIs soll sich Wave in andere Internetseiten einbetten oder mit Anwendungen anderer Entwickler kombinieren lassen.
Großen Nutzen können aus “Wave” vor allem diejenigen ziehen, die sich mit mehreren Personen abstimmen müssen. Etwa bei der Umsetzung eines Projektes, an dem mehrere Kollegen gemeinsam arbeiten.
Den neuen Kommunikationsdienst will Google noch in diesem Jahr für die Öffentlichkeit freigeben. Die Nutzung soll kostenfrei sein, Google finanziert Wave über seine Werbeeinnahmen. Ab sofort macht Google einer Reihe von Entwicklern Wave zugänglich, Informationen unter code.google.com/apis/wave. Das Wave-Protokoll dokumentiert Google unter waveprotocol.org.
Bisherige Bedenken werden vor allem dahingehend laut, dass Google über Wave eine Vielzahl zum Teil empfindlicher Daten in sortierter Form übermittelt bekommt.
